Die
schwere, kalte Süße liegt noch auf dem Weg in meinen satten Magen,
überdeckt
wird sie nun vom Rauch meiner Zigarette.
Beschattet
von meinen Gedanken sitze ich in einer lauen Spätsommernacht auf dem
Balkon meiner herzlichen Gastgeber. Mir mangelt es an nichts!
Visuelle
Nachrichten treiben mir die Tränen ins Gesicht.
Ich
erinnere mich warum ich lieber Zeitung lese, ohne Bilder. Die sind eh
in meinem Kopf, dafür brauch ich keine Wiederholungen.
Krieg,
Überfluss, Terror, Kinderlachen, Tod, Gedankenlosigkeit,
Gedankenfreiheit, gedankliche Verbohrtheit.
Ich
bin ratlos. Will nicht mehr wissen. Tu es trotzdem, aus Neugier.
Die
Hoffnung etwas ändern zu können wird dabei nicht weniger.
Die
möglichen Anknüpfungspunkte scheinen mehr zu werden,
scheinen
bedeutungsloser zu werden.
Ich
bin rastlos.
Geistiges
rauszoomen aus meiner Welt, höher immer höher. Ich fühl mich
klein.
Fühl mich klein weil ich hier rumsitz und schreib, oder les,
oder mal.
Nichts tu.
Nur das Leben genießen und von Zeit zu Zeit
erschüttert sein.
Brunnengeplätscher
im Hof, windspiel Geklimper über mir, von irgendwo her dröhnt ein
Bass, rhythmisch.
Das Leben läuft, rhythmisch.
Es läuft immer
weiter, egal wie viel ich denk, egal wie viel ich tu oder lass.
Motivation,
Resignation, Motivation, Resignation, Motivation, Resignation. Ich
schätze so wird es weitergehn.
steffi