29.08.14

schwere Süße

Die schwere, kalte Süße liegt noch auf dem Weg in meinen satten Magen,
überdeckt wird sie nun vom Rauch meiner Zigarette.
Beschattet von meinen Gedanken sitze ich in einer lauen Spätsommernacht auf dem Balkon meiner herzlichen Gastgeber. Mir mangelt es an nichts!


Visuelle Nachrichten treiben mir die Tränen ins Gesicht.
Ich erinnere mich warum ich lieber Zeitung lese, ohne Bilder. Die sind eh in meinem Kopf, dafür brauch ich keine Wiederholungen.


Krieg, Überfluss, Terror, Kinderlachen, Tod, Gedankenlosigkeit, Gedankenfreiheit, gedankliche Verbohrtheit.
Ich bin ratlos. Will nicht mehr wissen. Tu es trotzdem, aus Neugier.
Die Hoffnung etwas ändern zu können wird dabei nicht weniger.
Die möglichen Anknüpfungspunkte scheinen mehr zu werden, 

scheinen bedeutungsloser zu werden.
Ich bin rastlos. 


Geistiges rauszoomen aus meiner Welt, höher immer höher. Ich fühl mich klein. 

Fühl mich klein weil ich hier rumsitz und schreib, oder les, oder mal. 
Nichts tu. 
Nur das Leben genießen und von Zeit zu Zeit erschüttert sein.
Brunnengeplätscher im Hof, windspiel Geklimper über mir, von irgendwo her dröhnt ein Bass, rhythmisch. 

Das Leben läuft, rhythmisch. 
Es läuft immer weiter, egal wie viel ich denk, egal wie viel ich tu oder lass.
Motivation, Resignation, Motivation, Resignation, Motivation, Resignation. Ich schätze so wird es weitergehn.



steffi

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